Yuri Bashmet
Yuri Bashmet wurde
Yuri
Bashmet regte viele Komponisten zum Schreiben an. Eine besonders enge und
produktive Beziehung bestand zu Alfred Schnittke. Das Konzert für Bratsche, das
Schnittke für Yuri Bashmet schrieb, wurde 1986 im Concertgebouw Amsterdam
uraufgeführt und ist seitdem fester Bestandteil des Bratschenrepertoires. Unter
den weiteren Werken, die für Yuri Bashmet geschrieben wurden, sind u.a. das
Bratschenkonzert des georgischen Komponisten Giya Kantscheli, das bei den
Berliner Festwochen uraufgeführt wurde, "The Myrrh Bearer" von John
Tavener, ein Konzert von Poul Ruders, und Sofia Gubaidulinas Bratschenkonzert,
dessen Uraufführung Yuri Bashmet im April 1997 mit dem Chicago Symphony Orchestra
unter der Leitung von Kent Nagano gab. Im Februar 1998 gab Yuri Bashmet in
Manchester die Uraufführung von Benjamin Brittens Doppelkonzert für Violine und
Viola mit Gidon Kremer und dem HallГ© Orchester, unter der Leitung von Kent
Nagano. Im November 1999 spielte er die Welturaufführung von Kantschelis "Styx", dessen Violapart speziell für ihn geschrieben worden war.
Mark-Anthony Turnage beendete vor kurzem ein Konzert für Yuri Bashmet mit dem
Titel "On Opened Ground", dessen Uraufführung im November
Yuri
Bashmet trat mit den führenden Orchestern der Welt auf, einschliesslich der
Berliner Philharmoniker, dem Königlichen Concertgebouw Orchesters, Boston
Symphony, Chicago Symphony, Montreal Symphony, Los Angeles Philharmonic und
Philharmonia Orchestra London. 1993 veranstaltete das London Symphony Orchestra
im Barbican Center ein Yuri Bashmet-Festival mit 4 Konzerten. 1998 war Yuri
Bashmet "International Artist in Residence" beim Bath Festival. Jüngste
Highlights waren Konzerte in ganz Europa und den USA mit Anne Sophie Mutter
(Mozarts Sinfonia concertante), Bartok mit dem Deutschen Symphonieorchester
Berlin unter Kent Nagano, Gubaidulina mit dem New York Philharmonic Orchestra
unter Kurt Masur, Mozart mit dem London Symphony Orchestra unter Colin Davis
und Kantscheli´s "Styx" in Toulouse und Melbourne.
In vielen grossigen Konzertsälen, einschliesslich der Scala in Mailand und dem Concertgebouw in Amsterdam, war Yuri Bashmet der erste Bratschist, der dort ein Solokonzert gab. Er trat oft gemeinsam mit Svjatoslav Richter auf und musizierte als Kammermusiker mit vielen berühmten Musikerkollegen wie Natalia Gutman, dem Borodin Quartett, Gidon Kremer, Viktoria Mullova, Mstislav Rostropovich und Maxim Vengerov. Höhepunkte der Saison 2001/02 waren ein gefeiertes neues Trioprogramm mit Angelika Kirchschlager und Jean Yves Thibaudet, eine Personale in Wien und fünf Kammerkonzerte mit Myung Whun Chung in Korea anlässlich der Fussball-Weltmeisterschaft. Die laufende Saison beinhaltet eine Europa-Tournee mit dem äusserst erfolgreichen Trio mit Angelika Kirschschlager und Jean Yves Thibaudet sowie ein "celebrity" Konzert im Barbican Centre.
1992 gründete Yuri Bashmet die Moskauer Solisten, ein weltweit erfolgreiches Kammerorchester aus führenden jungen Streichern des Moskauer Konservatoriums, das er selbst dirigiert. Konzerte in Moskau, Athen, Amsterdam, Paris, Wien und bei den Londoner BBC Promenade Concerts wurden von Publikum und Presse enthusiastisch gefeiert. 2003 traten die Moskauer Solisten erneut im Barbican Centre auf. 2002 trat Yuri Bashmet die Stelle als Chefdirigent des Neuen Russischen Symphonieorchesters an.
Yuri
Bashmet ist beim Label Deutsche Grammophon unter Exklusivvertrag. Seine
neuesten Aufnahmen sind das Violinkonzert von Sofia Gubaidulina und Gija
Kantschelis "Styx" (2002 erschienen und 2003 mit dem Diapason d´Or
ausgezeichnet und für einen Grammy Award nominiert) sowie Brahms
Klavierquartett in g-Moll mit Martha Argerich, Gidon Kremer und Mischa Maisky.
Seine zahlreichen Aufnahmen für andere Labels beinhalten u.a. die Bearbeitungen
für Viola und Streichorchester von Brahms Klarinettenquartett und
Schostakowitschs Quartett Nr. 13, die Yuri Bashmet mit den Moskauer Solisten
für Sony Classical aufnahm. Weiters erschien bei Erato das Doppelkonzert für
Violine und Viola von Benjamin Britten mit dem Halle Orchester unter Kent
Nagano.
